Masagang Trek

8 Tage

Zu Füßen des Masagang

 

Tag 01: Trekkingstart in Gasa (2760 m)

Die Fahrt nach Gasa dauert ca. 4 Std. und führt überwiegend durch eine suptropische Dschungelvegetation, die später in dichten Urwald wechselt. Hier und da durchziehen kleine Dörfer die Gegend, deren Bewohner ein einfaches Leben führen. In Gasa wartet bereits unsere Trekkingmannschaft auf uns, die das Camp vorbereitet hat. Nach dem Mittagessen machen wir noch einen Rundgang im dortigen Dzong, die sich wie eine mittelalterliche Burgruine vor der Kulisse des Kang Bum erhebt. Der Ort selber ist durch die Straße größer geworden und auch ein neues Kloster ist entstanden.

Übernachtung im Camp

 

Tag 02: Hinauf in die Bergwelt Bhutans

Wir schälen uns frühmorgens aus unserem warmen Schlafsack. Kühle Luft und ein toller Ausblick erwarten uns. Die Küchenmannschaft ist schon seit 5 Uhr morgens mit Vorbereitungen für Frühstück und Mittagessen beschäftigt und auch warmes Wasser steht bereit für die Morgenwäsche. Wir packen unsere Sachen ein und genießen das Frühstück unter freiem Himmel. Auf der neuen Forststraße geht es erst ca. eine Stunde bis zum Ausgangspunkt der heutigen Etappe. Die Vegetation ist anfangs noch suptropisch mit großen Bambusstauden und Schlinggewächsen, geht dann aber in alpinen Bergwald und mehr felsiges Gelände über. Von der Fahrstraße führt der Weg dann eher gemütlich abwärts hinunter nach Koina (3240 m) , wo wir einen Gebirgsbach überqueren und steigt dann wieder an. An den Ufern des Mo Chhu in einer Schlucht geht es dann in ca. 5 Std. bis zum Checkpost (Take Mankhar 3480 m) des bhutanischen Militärs, denn die Grenze zu Tibet ist nicht weit. Von dort geht es dann in einer guten Stunde hinauf nach Laya, einem wunderschönen Gebirgsort auf einem Plateau in fast 4000 m Höhe.

Gehzeit ca. 7 1/2 Std.

 

Tag 03: Halt in Laya (3800 m)

Heute können wir uns entspannen und die Seele baumeln lassen. Bei einem Rundgang durch das Dorf gibt es unzählige schöne Fotomotive. Die Tracht der Layaps ist einmalig und die Frauen tragen kleine spitze Bambushütchen, die mit bunten Perlenbändern geschmückt sind. Ihre tibetische Herkunft lässt sind an ihren Gesichtern erkennen und auch die traditionelle Kleidung, die aus Yakwolle besteht, erinnert an das Land auf dem Dach der Welt. Die Stoffe werden von den Frauen des Ortes selbst gewebt. Laya hat zwei kleine Gompas und eine Schule. Besonders die Kinder sind immer gerne für Fotos zu haben. Da der Masagang vom Ort selber nicht zu sehen ist (man sieht nur den Tsenda Gang 7000 m), erklimmen wir einen Hügel um einen ersten Blick zu erhaschen.

 

Tag 04: Das Bergdorf Lungo

Wir verlassen Laya und machen uns bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg in Richtung Lungo, ein weiteres Dorf, das kaum von Touristen besucht wird.  Zuerst geht der Pfad entlang des Höhenrückens, bis wir einen kleinen Pass erreichen. Von hier aus können wir bereits das kleine Dorf Lungo in der Ferne erkennen und das Massiv des Tsenda Gang erscheint in seiner vollen Pracht vor uns. Aber um nach Lungo zu gelangen, müssen wir erstmal hinunter zum Fluss und auf der gegenüberliegenden Seite wieder hinauf zu klettern, die Strecke dauert ca. 2 ½ Stunden. Am Ende des Tales liegt ein imposantes namenloses Bergmassiv, deren über 6000 m hohe schneebedeckte Gipfel die Grenze zu Tibet bilden. Nach einer kurzen Rast in Lungo geht es weiter leicht ansteigend auf einem wunderschönen Höhenweg in ein trockenes Hochtal, das von eisigen Gipfeln umgeben ist. Unser nächstes Camp Tashi Mankhar (3760 m) liegt über dem Fluss und bietet einen schönen Blick auf die Umgebung.

Gehzeit ca. 6 - 7 Std. Aufstieg 570 m/Abstieg 320 m.

 

Tag 05: Zum Fuße des Masagang

Heute wandern wir noch etwas tiefer ins Tal um zum Fuße des Masagang (7194 m) zu gelangen. Ruinen eines alten Armeestützpunktes liegen auf dem Weg und hier sollen in früheren Zeiten zu einem großen Gefecht gekommen sein. Der Gipfel des Tsenda Gang (7000 m) kommt ins Blickfeld. Von den steil abfallenden Wänden donnert ein Wasserfall. Die Hochebene, die wir dabei durchwandern ist sehr trocken und dient den Yakhirten aus Laya als Winterweide. Das Camp Nulithang (4050 m) liegt gegenüber dem Masagang, 10 Minunten nachdem wir den Fluss Nung Chi Tang überquert haben. Wir gehen allerdings noch ein Stück den Fluss entlang zu einer Campside, die an einem kleinen Bach liegt und besser vom Wind geschützt ist. Yaks weiden auf den Hängen und Lager von Yakhirten liegen auf dem Weg.

Gehzeit ca. 3 Std.

 

Tag 06: Halt in Nulithang

Von Nulithang aus gibt es mehrere Wege, die uns näher an den Gletscher heranbringen. Wir können z.B. den Fluss überqueren, wo Yakhirten leben und einen Hang hoch klettern. Von dort oben ist Masagang zum greifen nah. Ca. 1 Std. weiter den Fluss hinauf liegt ein altes Army Camp, das noch an die Zeiten erinnert, als sich Bhutan vor den einfallenden Tibetern schützen musste. Ganz am Ende des Tales liegt der Toma La, der hinüber nach Tibet führt, aber gesperrt ist. Ein weiterer noch genutzter Pass (inoffiziel) führt direkt nach Lhasa. Diesen Pass nutzte damals auch Shabdrung Ngawang Namgyal um nach Bhutan zu fliehen.

 

Tag 07: Zurück nach Take Mangkhar

Wir nehmen wieder denselben Weg zurück zum Armee Posten in Take Mangkhar. Nach gut 2/3 der Wegstrecke teilt sich er Weg und führt talabwärts zu einem schönen Campground auf 3480 m Höhe. Hier startet auch der s.g. Snowman Trek, der nach Lunana führt, der höchsten bewohnten Region Bhutans.

Gehzeit ca. 7 Std./Abwärts 570 m.

 

Tag 08: Endpunkt Gasa

Wieder heißt es auf derselben Strecke zurück nach Koina und bis zur Forststraße, wo wir abgeholt und nach Gasa gebracht werden. Von dort geht es dann noch hinunter ins Hotel in Punakha oder Wangdue Phodrang, je nach Verfügbarkeit, das wir erst am frühen Abend erreichen. Nach einer ausgiebigen Dusche gibts noch ein Abendessen und dann fallen wir müde und glücklich ins weiche Bett.

Gehzeit ca. 6 – 7 Std. Aufstieg 660 m/Abstieg 430 m.

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