Lingshi-Laya Trek

13 Tage

Der wohl schönste und beliebteste Trek in Bhutan

 

Tag 01: Wanderung zum Taktshang Kloster und Trekkingstart in Sharna

Der Trek startet erst mit der wunderschönen Wanderung hinauf zum Taktshang Kloster, das sich in einer Höhe von 2950 Metern auf einem Felsvorsprung über dem Tal erhebt. Von unten kann man kaum den Weg erkennen, der hinüber zum Klosterkomplex führt. Die Legende, das Guru Rinpoche hierher „geflogen“ ist, erscheint einem jetzt nicht so abwegig. Mehrere Gebäude kleben an dem schwarzen Felsen und ragen ca. 800 m über dem Tal auf. Viele tibetische Heilige kamen hierher, um an diesem hoch spirituellen Ort zu meditieren, allen voran Milarepa bereits im 11. Jahrhundert. Auch hier gilt „der Weg ist das Ziel“ und die ca. 2 stündige Wanderung hinauf zum Kloster zählt mit zu den schönsten in ganz Bhutan. Gestärkt von diesem spirituellen Ort geht es zur Ruine des Drukyel Dzongs. Von dort folgen wir einer holprigen Straße bis nach Sharna, dem Ausgangspunkt unseres Treks, wo unsere Trekkingmannschaft bereits das Camp in einem schönen Wäldchen für uns vorbereitet hat.

 

Tag 02: Weiter nach Thangthankha

Durch einen Wald von Kiefern, Ahorn, Eichen und Rhododendren geht es weiter flussaufwärts durch den Jigme Dorji National Park vorbei an Chorten und über kleine Brücken. Ca. 2 Std. sind es bis zum Steinhaus Shing Karapa (3100 m) auf einer Lichtung. Bald danach erreichen wir die Abzweigung zum Tremo La, dem alten Handelsweg zwischen Tibet und Bhutan.

Schließlich kommen wir zu einer Lichtung namens Thongo Samba (3250 m). Etwa die halbe Strecke ist bereits geschafft. Nach einiger Zeit geht es über eine Brücke und man kommt zu einem alten Chorten. Von hier aus zweigt eine Route ab ins Soi Yaksa Valley. Heute können wir den ersten Blick auf Jhomolhari (7314 m) werfen, die Herrin der Götterberge und heiligsten Berg des Landes. Die schneebedeckte Kuppel taucht plötzlich vor uns auf wie aus dem Nichts. Das Lager errichten wir in Thangthangkha auf 3630 m.

Gehzeit ca. 7 - 8 Std./22 km/Aufstieg 685 m.

 

Tag 03: Jhomolhari Basecamp

Am Morgen zeigt sich uns Jhomolhari in all seiner Pracht. Vorbei an den ersten Yakherden, die friedlich auf den Wiesen am Fluss grasen, Manimauern und vereinzelten kleinen Bauernhäusern, geht es zum Fuße des Jhomolhari-Massivs, wo wir vor der Ruine eines verlassenen Forts das Lager aufschlagen. Yakzucht gehört zur Lebensgrundlage der hier ansässigen Bewohner. Aus Yakmilch wird außerdem Käse und Butter hergestellt. Steinerne Chorten umgeben das Lager und ein kleiner Bach durchquert den Lagerplatz in Jangothang auf 4040 m.

Gehzeit ca. 5 – 6 Std; Aufstieg 550 m, Abstieg 100 m.

 

Tag 04: Zu Füßen der Göttin Jhomo

Am Morgen können wir den Sonnenaufgang direkt von unserem Zelt aus genießen. Enweder entspannen wir heute im Lager oder haben die Möglichkeit zu Ausflügen zu einem hochgelegenen See bzw. zum Aufstieg einer der vorgelagerten Gipfel mit Blick auf Jhomolhari (7314m) und Jichu Drake (6989m).

 

Tag 05: Weiter nach Lingshi

Wir verlassen dieses herrliche Hochtal, überqueren den Paro Chhu und steigen auf zum ersten Pass NyileLa mit 4890 m, wo uns Gebetsfahnen umflattern. Wir überschreiten die Baumgrenze und betreten ein in Ost-West-Richtung verlaufendes Gletschertal. Nachdem wir einige Zeit am Bergrücken entlang gewandert sind, können wir nach einem kurzen Anstieg einen ersten Blick auf Tserim Kang (6789m) und das vor uns liegende Lingshi werfen. Der Weg bergab führt durch einen Wald von Rhododendren vorbei an der Gletscherzunge des Tserim Kang zum Fuße des Lingshi Dzongs, wo wir zwischen weidenden Yakherden im Ort Lingshi das Camp aufschlagen.

Gehzeit ca. 5 - 6 Std. Aufstieg 820 m, Abstieg 910 m.

 

Tag 06: Trekking nach Shashepasa

Heute steht ein anstrengender Trekkingtag bevor, deshalb starten wir früh. Vom kleinen Ort Lingshi, von wo aus früher ein reger Handel mit Tibet betrieben wurde, geht’s weiter hoch auf 4140 m, um das kleine Dorf Goyak zu erreichen, das spektakulär direkt unter einer steil aufragenden Felswand liegt. Diese Gegend ist bekannt für seine Heilpflanzen, die hier auf den Hängen wachsen. Wir wandern vorbei am romantischen Tal von Chebisa, an dessen Ende ein großer Wasserfall liegt und überqueren noch den Gobul La (4440 m). In den Felsformationen oberhalb des Aufstiegsweges leben Herden von Blauschafen und Greifvögel nisten dort oben. Vom Pass steigen wir in ein Seitental mit dichtem Rhododendronwald bis zu einem Gebirgsbach ab, dann geht es erneut aufwärts zu einem Kamm (4120 m). Über einen schwierigen, teils nassen Weg durch Hochwald steigen wir zu unserem Lagerplatz Shakshepasa auf 3980 m ab.

Gehzeit ca. 8 Std. Aufstieg 710 m, Abstieg 600 m.

 

Tag 07: Trekking nach Robluthang

Am Bergrücken entlang wandernd sehen wir dann in der Ferne bereits die schneebedeckten Gipfel des Gangchhenta aufsteigen. Aber vorher müssen wir noch den Jhari La (4747m) überqueren um ins liebliche Tal von Tsheri Jathang zu gelangen, wo Yaks weiden und im Sommer die scheuen Takins zu beobachten sind. Über einfache Balken, die als Brücke dienen, gelangen wir über den mehrarmigen Fluss. Ein steiler Hang trennt uns noch von einem idyllischen Plateau, auf dem sich unser einsamer Lagerplatz Robluthang (4170 m) befindet.

Gehzeit ca. 6 -7 Std. Aufstieg 1.010 m, Abstieg 840 m.

 

Tag 08Im Schatten des „Tiger-Mountain“

Ein langer und anstrengender Tag liegt vor uns. Früh verlassen wir deshalb das Lager, steigen zunächst einen etwas sumpfigen, später in Serpentinen aufwärts führenden Pfad bis etwa 4400 m auf. Hier gelangen wir in ein großes Gletschertal und sehen bereits den Sinche La vor uns. Wir überqueren den letzten und höchsten Pass, den Sinche La (5005 m), von wo aus wir einen fantastischen Blick auf die umliegende Bergwelt genießen können. Nördlich von uns erhebt sich das markante Massiv des Gangchhenta (6840 m) auch „Tigermountain“ genannt. Der Abstieg führt vorbei an Wasserfällen und den Ausläufern eines Gletschers hinunter zum Fluss, wo wir auf einer herrlichen Wiese zwischen Zedernwäldern, eingerahmt von hoch aufragenden Gipfeln, unser Nachtlager in Limithang beziehen (4140 m).

Gehzeit ca. 7 -8 Std. Aufstieg 910 m, Abstieg 930 m.

 

Tag 09Wo die Layaps zuhause sind

Unser heutiges Etappenziel heißt Laya, ein idyllischer Ort auf einem Hochplateau (3770 m) gelegen. Hier tragen die Frauen spezielle Trachten aus Yakwolle und Hüte, die aus Bambus geflochten sind, die von bunten Perlensträngen gehalten werden. Den Kango Chhu passieren wir kurz nach dem Lager, dann folgen einige kleine Seitenbäche in einem Zedernwald. Auf einem gemächlichen Pfad durch Tannenwälder, der sich nach Laya hinauf windet, erreichen wir schließlich gegen Mittag unser heutiges Camp. Wir beziehen unser Zelt, genießen die warme Sonne und den herrlichen Ausblick.

Gehzeit ca. 5 Std. Aufstieg 280 m, Abstieg 600 m.

 

Tag 10: Halt in Laya

Heute können wir uns entspannen und die Seele baumeln lassen. Bei einem Rundgang durch das Dorf gibt es unzählige schöne Fotomotive. Der Ort hat zwei kleine Gompas und eine Schule. Besonders die Kinder sind immer gerne für Fotos zu haben. Frauen waschen ihre Wäsche am Brunnen und die Männer sind mit der Feldarbeit beschäftigt. Die Hunde des Dorfes bellen aufgeregt über unseren Besuch und versuchen eventuell. einen Keks zu erhaschen. Um auch einen Blick auf Masagang (7194 m) werfen zu können, müssen wir etwas den Hang hochklettern, denn von Laya aus sieht man nur den 7000 m hohen Tsenda Gang. Der Masagang ist der heilige Berg des Masang Clans, der aus Tibet hierher kam und diese Gegend bevölkerte. Der Berg wurde nur einmal bestiegen und zwar 1985 von einer Japanischen Expedition. Derzeit sind keine Besteigungen mehr erlaubt.

 

Tag 11: Ein weiteres Dorf Lungo

Wir verlassen Laya und machen uns auf zum nächsten Ziel. Erst geht es gemächlich ca. 40 Minunten entlang des Bergrückens. An einem kleinen Pass biegt der Weg nach links ab. Das gewaltige Massiv des Tsenda Gang mit seinen schneebedeckten Summits liegt wie zum Greifen nahe. In ca. 1 ½ Std. geht es nun bergab zur Brücke die den Fluss Zamto Nangi überspannt und von dort steigt der Pfad an hinauf nach Lungo. Der Ort hat sich in den letzten Jahren stark vergrößert und viele neue Häuser sind entstanden, die vom Wohlstand der hier ansässigen Bewohner zeugen. Diesen verdanken sie hauptsächlich dem Sammeln von Cordyseps, einer teuren Heilpflanze. Am Ende des Tales erheben sich mehrere markante Bergspitzen (ohne Namen) die über 6000 m in den Himmel ragen. Sie bilden die Grenze zu Tibet. Auf einem herrlichen Höhenweg verlassen wir Lungo und tauchen ein in einen Mischwald, dessen Pfad uns hinunter bringt zum Armeeposten in Take Mankhar (3480 m). In dessen Nähe schlagen wir unser heutiges Camp auf.

Anstieg 570 m, Abstieg 320 m, Gehzeit ca. 7 Std.

 

Tag 12: Trekking nach Gasa

Durch den herrlichen Nationalpark geht es heute in einer Schlucht am Ufer des Mo Chhu entlang nach Koina, wo sich ein einfaches Steinhaus befindet. Wir überqueren nochmals einen Seitenfluss. Dann folgt ein steiler Anstieg von ca. 1 ½ Std. bis wir die einfache Forststraße erreichen, wo ein Fahrzeug auf uns wartet, das uns nach Gasa bringt. Im Ort gibt es einen hoch aufragenden Dzong  vor der grandiosen Bergkulisse des Kang Bum (6500 m), wo wir das letzte Lager aufschlagen.

Gehzeit ca. 7 ½ Std.

 

Tag 13: Abschied von den Bergen

Wir nehmen Abschied von der Trekking Crew, die sich liebevoll um uns gekümmert hat und ca. 3 ½ Std. brauchen wir dann auf einer holprigen Straße hinunter ins idyllische Punakha-Tal.

Ein letzter Blick geht zurück zu den schneebedeckten Gipfeln, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und uns bewusst machen, warum die Berge für die Bhutanesen heilig sind.

 

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