Dagala Trek

5 Tage

The Thousand-Lakes-Trek

Dieser Trek verlangt eine gute Kondition und körperliche Fitness, denn er führt hinauf über 4000 m Höhe über einige Pässe zu den Hochweiden der Yaks und ihren Hirten. Dagala ist der Berggott, der über dieses Gebiet wacht und dem Trek seinen Namen gegeben hat. Unzählige kleine Bergseen liegen verstreut inmitten der kargen Hochgebirgslandschaft und daher hat der Trek auch den Beinamen „Thousend Lake Trek“. Der schöne Trekkingpfad wurde in früheren Zeiten überwiegend dafür genutzt um Kühe aus dem südlichen Dagana nach Thimphu zum Verkauf zu bringen. Jetzt werden die Hochflächen vor allem von Yakhirten genützt, die Ihre Yaks dort oben weiden lassen.

Seltene Blumen (im Mai sind die Hänge voll mit blühenden Rhododendren und im Herbst blühen hier Edelweiß und andere Gebirgsblumen) und verschiedene Vögel finden sich auf den Berghängen. Atemberaubende Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel von Jhomolhari und Jichu Drake und sogar bis hin zum Kanchenjunga Massiv in Sikkim sowie kristallklare Seen mit zahlreichen Fischen sind das Markenzeichen dieses Treks.

 

Tag 01: Geynizampa nach Gibze Kebze

Von Thimphu müssen wir erstmal ca. 1 ½ Stunde bis zum Ausgangspunkt der Trekkingtour in Geynikha fahren. Einer Legende nach haben die Bewohner dieses entlegenen Tales einst einem kranken Wandermönch geholfen, der ihnen darauf hin versprochen hat, dass von nun an die Bewohner des Tales mit reicher Ernte gesegnet sein werden, was sich bin in die heutige Zeit erwiesen hat. In der Nähe des Dorfes sieht man die Ruinen des ehemaligen Genye Dzongs, der damals vom Herrscher des Tales bewohnt wurde. Nach einer Weile erreichen wir Chhizi Gompa, ein großes Kloster und Ausbildungszentrum fuer Mönche. Die traditionellen Häuser hier sind mit Tigern und anderen Symbolen bemalt, die die Bewohner vor Dämonen schützen sollen. Bei einer großen Hängebrücke erwartet uns das Trekkingteam, um unser Gepäck auf die Pferde zu verladen. Wir befinden uns bereits in einer Höhe von 2850 m, also erstmal langsam angehen.

Nachdem wir die relativ neue Hängebrücke überquert haben, windet sich der Pfad durch moosbehangenen Eichenwald bergauf. In früheren Zeiten waren hier viele Leute unterwegs, was man an den teilweise alten Steinstufen und Rastplätzen erkennen kann. Nach ca. 1 ½ Stunden Anstieg erreichen wir einen Ort namens Dophu Jasey Dokha, von wo aus man einen herrlichen Blick auf die Umgebung hat und wo es in der Regel ein einfaches Mittagessen gibt. Auf dem Plateau geht es gemächlich weiter und schließlich erreichen wir eine Höhe von 3350 m, der Platz hier nennt sich Gur. Der Weg führt nun aus dem Wald heraus und im Herbst wachsen hier Edelweiß und andere Gebirgsblumen. Das Camp liegt auf 3710 m Höhe auf einer kleinen Lichtung am Waldrand, von wo aus wir bis zum Parotal blicken können.

Gehzeit ca. 4 ½ Std. Anstieg 860 m.

 

Tag 02: Gibze Kebze – Labatama

Als erstes folgt wieder ein Anstieg hinauf zum Pagalabtsa La ( La = Pass) auf 4170 m, makiert von vier Steinstupas und einem schönen Ausblick auf die umgebende Hochgebirgslandschaft. Bei zwei Steinhäusern (Wataching genannt), die Yakhirten als Unterkunft dienen, gibt es eventuell frischen Yakkäse zu kaufen. Außerdem können wir das einfache Leben der Yakhirten kennenlernen. Anschließend geht es hinauf auf einem kleinen Sattel und das Camp ist nicht mehr weit. Eine schöne Hochfläche genannt Labatama (4050 m), auf der zahlreiche Yaks weiden, ist erreicht. Von dort aus gehen wir noch in Richtung Talende, wo wir in der Nähe eines kleinen Sees (Utsho Tsho) und einem Steinhaus unser Camp in Dolungo (4280 m) aufschlagen. 

Gehzeit ca. 4 ½ Std. Aufstieg 460 m/Abstieg 200 m.

 

Tag 03: Wanderung zu den umliegenden Bergseen

Am heutigen Tag unternehmen wir vom selben Camp aus eine herrliche Rundwanderung zu zahlreichen kleinen Seen (Serbho Tsho/Dajatsho), die verstreut auf dem Plateau liegen, bis zu einem Bergkamm auf 4500 m. Von dort kann man eventuell noch zum Gipfel des Berges Jomo (4716 m) aufsteigen, einem weiblichen Berggott (Deity), der speziell die hier lebenden Tiere beschützt und dem die hier lebenden Yakhirten alljährlich Opfergaben darbringen.

 

Tag 04: Trekking nach nach Kiwi Chowa (Kare Kawe)

Am frühen Morgen erklimmen wir erstmal einen Höhenrücken mit 4355 m, wo sich die schneebedeckten Gipfel von Jhomolhari (7314 m) und Jichu Drake (6989 m) über dem Talgrund erheben. Der Blick reicht sogar bis hin zum Kanchenjunga, dem dritthöchsten Berg der Erde. Vor dieser wunderschönen Kulisse schmeckt das Frühstück noch viel besser, das einer der Trekkinghelfer geschwind hochbringt und serviert. Anschließend führt ein etwas steiniger Weg über einen Pass genannt Labajong La (4400 m) und weiter geht es hinunter in eine Hochebene, die von kahlen Bergen umgeben ist und in der in der Regel ebenfalls viele Yaks weiden. Der Weg führt dann weiter hinunter zwischen zahllosen Rhododendrenbüschen über einen Gebirgsbach (Dochha Chhu). Bevor wir das nächste Camp erreichen, heißt es nochmal einen langen Anstieg von ca. 1 ½ Std. hinauf zum Chole La (4140 m) zu bewältigen. Hinter dem Pass geht es dann leicht bergab zum Camp in Kiwi Chowa (4030 m), das an einem Hang liegt, gleich neben einem Steinhaus von Yakhirten.

Gehzeit ca. 7 Std.  Aufstieg 120 m, Abstieg 370 m.

 

Tag 05: Letzter Trekkingtag nach Thimphu

Als erstes erklimmen wir am Morgen einen kleinen Pass mit 3960 m, bei dem mehrere Wege zusammenführen. Anschließend geht es in einem ehemaligen Flussbett auf einem etwas geröllhaltigen Untergrund ein Stück bergab, bis wir schließlich einen herrlichen Höhenweg erreichen, der uns schöne Ausblicke ermöglicht. Nach einiger Zeit erreichen wir die Abzweigung nach Wangdi Phodrang. Wir nehmen allerdings den linken Weg nach Thimphu, der erst noch über einen Pass (Tale La 4185 m) mit ein paar Gebetsfahnen führt, bevor es dann durch einen Wald mit unzähligen Rhododendronbüschen (die im Mai blühen) bergab zum kleinen Dorf Chamgang in der Nähe von Thimphu geht, wo der Trek endet. Hier verabschieden wir uns schweren Herzen von Ihrem Trekkingteam, das uns während der Tour nach besten Kräften versorgt hat. Von dort holt uns dann auch Ihr Fahrzeug ab, um uns nach Paro zurückzubringen, wo wir wieder in einem bequemen Hotelbett übernachten.

Gehzeit ca. 4 Std. Aufstieg 270 m, Abstieg 1500 m.

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