Ins ehemalige Königreich Sikkim

7 Tage

 

1. Tag: Dem Himalaya so nah

Heute fliegen Sie nach Bagdogra. Die kleine Stadt im Nordosten Indiens erreichen Sie am Mittag und machen sich gleich weiter ins ca. 32 Kilometer entfernte Darjeeling. Über eine Serpentinenstraße kommen Sie am malerischen Dorf Kurseong vorbei. In der winzigen aber geschäftigen Hügelstadt wird Tee angepflanzt. Sie nutzen die schöne Umgebung für eine Teepause, bevores weiter in Richtung Darjeeling geht. Endlich am Ziel: Verteilt über einen steilen Bergrücken, umgeben von smaragdgrünen Teeplantagen und an den Südhängen des Himalaya liegt die Stadt Darjeeling auf einer Hoehe von 2042 m. Das koloniale Erbe der Briten ist noch überall zu sehen und zu spüren. Die Stadt reflektiert ein Völkergemisch aus Gorkhas, Butia und Lepchas, die hier harmonisch zusammenleben.

Übernachtung in Darjeeling

 

2. Tag: Volle Vielfalt im Land des Tees

Der frühe Vogel fängt den Wurm – in Ihrem Fall den Sonnenaufgang: Am frühen Morgen fahren Sie zum Aussichtspunkt Tiger Hill, um das Erwachen der Sonne über dem dritthöchsten Berg Mt. Kanchenjunga (8586m) zu genießen.  Er ist einer der fantastischsten auf dieser Erde. Nach dem Frühstück geht es dann so richtig los: Nachdem Sie eine Teeplantage aus der Nähe betrachtet haben, statten Sie dem Tibetischen Selbsthilfe-Zentrum einen Besuch ab. Die dort lebenden Tibeter produzieren handwerkliche Kunst. Das Mountaineering Institut bietet eine Menge Informationen über den Himalaya und die Bergsteigerei. Auch der angrenzende Zoo ist interessant, denn hier erfahren Sie mehr über die Fauna am Himalaya. Im Anschluss besuchen Sie das Kloster Yigacholing in Ghoom. Es wurde im 19. Jahrhundert errichtet und gehört dem Gelupga-Orden an. Hier werden alte Texte, die auf Birkenrinde geschrieben sind, aufbewahrt. Nach dieser Menge an Information ist es Zeit für Bewegung: Eins der Highlights dieser Reise ist eine Fahrt mit dem Toy Train, einer Schmalspurbahn, für die noch heute die Dampflokomotiven der Anfangszeit genutzt werden. Mit dem Zug fahren Sie mit 10 km/h gemütlich von Ghoom zurück nach Darjeeling und können dabei das Leben neben den Gleisen beobachten. Der Tag endet mit einem abschließenden Bummel über die bunten Basare des lebendigen Städtchens.

Übernachtung in Darjeeling

 

3. Tag: Auf entlegenen Spuren

Sie verabschieden uns von Darjeeling und setzen Ihre Reise in Richtung Rinchenpong fort, einem idyllischen Ort auf 1700 m Höhe. Um die etwa 5-stündigen Fahrt etwas aufzulockern, ist ein Zwischenstopp in der Kadosangphu Höhle vorgesehen. Sie wird auch die „Höhle der geheimnisvollen Feen“ genannt und gilt als heilig. Sobald die Umgebung immer waldreicher wird, sind Sie in Rinchenpong angelangt. Das Dorf ist ein idealer Rückzugsort für Menschen, die die natürliche Hügellandschaft schätzen. Rinchenpong ist vor allem für Trekking, einen herrlichen Blick auf die Berge der Kanchenjunga Ranch sowie verschiedene historische Kulturstätten wie das Rigsum Kloster bekannt. Den Rest des Tages genießen Sie das beschauliche Dorf inmitten eines Waldes mit den traditionellen Häusern und alten britischen Wald Bungalows.

Übernachtung in Rinchenpong in einer gemütlichen Farmlodge

 

4. Tag: Zur einstigen königlichen Hauptstadt

Am Vormittag durchstreifen Sie die wunderschöne Natur Rinchenpongs und erkunden dabei das Rinchenpong sowie Rigsum Kloster und besuchen das Lepcha Heritage House. Immer wieder ergeben sich dabei atemberaubende Blicke auf den Himalaya und die herrliche Landschaft ringsherum. Dann geht es weiter zum Ferienort Pelling. Auf der Fahrt kommen Sie am Örtchen Dentam vorbei, das malerisch von Wäldern und Rhododendren umgeben ist. Vogelbeobachter und Naturliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Aber auch die Fahrtstrecke an sich wird immer wieder mit ihren Ausblicken auf die erhabenen Berge verzaubern.

Kurz bevor Sie Pelling erreichen, passieren Sie die Singshore Brücke. Sie ist mit ihren 198 m die höchste Hängebrücke von Sikkim und zweithöchste ihrer Art in Asien. Fünf Kilometer später haben ist das Tagesziel erreicht: den Ferienort Pelling. Erhaben auf einem Bergrücken gelegen, ermöglicht der Ort nicht nur einen beeindruckenden Blick auf den dritthöchsten Berg der Erde, dem Kanchenjunga, sondern besticht zudem durch die Schönheit der umgebenden Natur.

In unmittelbarer Nähe liegt das Kloster Pemayangtse, welches Sie besuchen werden. Das buddhistische Kloster thront auf einer Höhe von 2085m, wurde 1705 von Lama Lhatsun Chempo gegründet und ist somit eines der ältesten und führenden Klöster Sikkims. Viele exotische Vögel sind hier ebenfalls zuhause. Sie schließen den Tag mit einem Besuch der Ruinen von Rabdentse ab, die die einstige königliche Hauptstadt Sikkims war, aber von der nepalesischen Armee zerstört wurde. Der Aufstieg dauert ca. 30 Minuten.

Übernachtung in Pelling

 

5. Tag: Spirituelle Erleuchtung

Frühsport! Sie starten den Tag mit der Besichtigung des Sangacholing Klosters, welches 1697 erbaut wurde. Der Name bedeutet „Die Insel der esoterischen Lehre“. Der Aufstieg dauert 30 Minuten, aber ist es wert. Im Anschluss werden die Sachen gepackt und es geht weiter nach Martam. Nach zwei Stunden Fahrt erreichen Sie das vielleicht schönste Kloster Sikkims: Tashiding. Der Aufstieg zum Kloster dauert ca. 30 Minuten, wobei Sie fruchtbares Ackerland und traditionelle Bauernhöfe passieren. Gebetsfahnen zieren den Weg. Das Kloster wurde im Jahr 1641 erbaut und ist das heiligste Kloster von Sikkim. Es wird angenommen, dass ein kurzer Blick auf die Chorten-Bauten genügt, um von allen Sünden frei gesprochen zu sein. In der Ferne kann man auf der einen Seite Ravangla (wo Sie noch hinkommen) sehen und auf der anderen Seite Rabdentse und Pelling. Außerdem besuchen Sie den Buddha Park von Ravangla, auch bekannt unter Tathagata Tsal, in herrlicher Umgebung mit Blick auf die Berge und die Temi Tea Garden Plantage, die einen der feinsten Tees von Sikkim produziert.

Übernachtung in Martam

 

6. Tag: Kultur und Natur im Einklang

Den vorletzten Tag Ihres Indien-Aufenthaltes nutzen Sie für einen Tagesausflug nach Gangtok, der Hauptstadt Sikkims. Die Stadt erstreckt sich von den Ufern des Ranipul bis hinauf auf 2000m Höhe und hat sich noch viel von dem ursprünglichen Charme bewahrt. Vom Zentrum fahren Sie hinauf zur Klosteranlage des Dharma Chakra Centers, von dem aus die Lehren des Buddha in der ganzen Welt verbreitet werden. Weitere spirituelle Zentren und Anlaufpunkte dieses Tages sind die Do-drul Chorten Stupa, das Namgyal Institut für Tibetologie sowie das Enchey Kloster. Es ist ca. 200 Jahre alt und somit das älteste Kloster der Stadt. Das auf einem Hügel oberhalb Gangtoks liegende Kloster ist Sitz des tibetisch-buddhistischen Nyingma-Ordens und beherbergt eine große Sammlung religiöser Artefakte.

Weiterhin steht der Besuch eines Zentrums für Handwerk, dem Directorate of Handicraft, auf dem Programm. Hier erhalten Sie Einblicke in die Herstellung traditioneller Handwerkskunst. Vor allem Jugendliche der vorherrschenden Volksgruppen der Lepchas, Bhutias und Nepalesen sind in diesem staatlich geförderten Projekt tätig. Nach dem Kulturprogramm widmen Sie sich noch der Natur: Sie statten der lokalen „Bundesgartenschau“ einen Besuch ab. Es erwartet Sie eine erstaunliche Sammlung verschiedenster Blumen, vor allem Orchideen. Ein abschließender Bummel entlang der Mahatma Ghandi Road, der wichtigsten Geschäftsstraße Gangtoks, beschließt den Tag.

Rückfahrt nach Martam

 

7. Tag: Auf zu neuen Abenteuern

Nach einem ausgiebigen Frühstück verlassen Sie Indien und fahren Richtung Osten zum bhutanesischen Grenzort Phuentsholing. Die Fahrt dauert ca. 7 Stunden. Üppig grüne Teepantagen ersetzen nach und nach die bergige Landschaft der letzten Tage. Nach der Grenzüberquerung spüren Sie sofort die friedvolle Atmosphäre Bhutans. Traditionell gekleidete Mitarbeiter erwarten Sie im Hotel. Willkommen im Land des Donnerdrachens, willkommen in Bhutan. 

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