Im Herzen Bhutans

14 Tage

 

Tag 01: Auf den Schwingen des Drachen nach Bhutan               

Spektakulärer Flug entlang des Himalaya ins sagenumwobene und geheimnisvolle Königreich, eingepfercht zwischen den riesigen Nachbarn Indien und China. Religion spielt eine fundamentale Rolle im Leben der hiesigen Einwohner, besonders aber in der Kunst, die die buddhistischen Lehren und Werte am Leben erhält. Nach Ankunft am Flughafen werden Sie bereits herzlich von Ihrem Reiseleiter und Fahrer begrüßt. Entspannt können Sie sich von nun an zurücklehnen und die Reise mit allen Sinnen genießen. Je nach Ankunftszeit besichtigen Sie bereits den mächtigen Paro Dzong, das Nationalmuseum und den kleinen Tempel Kichu Lhakhang.

Übernachtung in Paro

 

Tag 02: Weiter ins Landesinnere

Am Morgen verabschieden Sie sich vorläufig von Paro und fahren Richtung Chuzom, wo die Straße nach Thimphu abbiegt. Kurz vor der Kreuzung erhebt sich linkerhand in karger Umgebung der Tachogang Lhakhang Tempel, der ein schönes Fotomotiv liefert. Von Chuzom dauert es ca. 1 Std. bis man Thimphu erreicht. Sie nehmen aber vorher die Abzweigung hinauf zum 3010 m hohen Dochula Pass. Das Wahrzeichen des Passes sind seine 108 Chorten, die zum Gedenken an kriegerische Auseinandersetzungen mit indischen Rebellen erbaut wurden. Bei gutem Wetter kann man von hier aus die schneebedeckten Gipfel der Berge an der Grenze zu Tibet sehen inklusive dem höchsten Berg Bhutans: dem Gangkhar Puensum.  Auch ein kleines Kloster, das Druk Wangyel heißt, steht auf dem Pass. Ein Besuch lohnt sich.

In langen Serpentinen windet sich die Straße nun hinunter ins liebliche Tal von Wangdue Phodrang, durch das sich ein breiter Fluss zieht.  Auf einem Hügel steht der kleine Chimi Lhakhang Tempel, was übersetzt soviel wie „keine Hunde“ bedeutet. Hierzu gibt es eine Geschichte, die Ihnen Ihr Guide auf dem Spaziergang zum Kloster gerne erzählt. Auch Ehepaare mit Kinderwunsch wählen diesen Pilgerort für Ihr Anliegen. Es soll auch bei Ausländern funktionieren, was diverse Fotos im Kloster bezeugen. Fahrzeit ca. 4 Std.

Übernachtung in Wangdue Phodrang

 

Tag 03: Das malerische Punakha-Tal

Heute erkunden Sie die Sehenswürdigkeiten dieses wunderschönen Tales, mit subtropischer Vegetation. Sogar Kakteen und Bougainvillea blühen, was dieses Tal einzigartig macht.  Durch die tiefe Lage hat sich hier eine eigene Flora und Fauna entwickelt, die eher mit Ostbhutan vergleichbar ist.  Auch zahlreiche Wasservögel  haben sich an den Flussufern niedergelassen, einige davon gehören zu den bedrohten Tierarten wie eine spezielle Graureiher Art. Über eine schöne traditionelle Holzbrücke, die den Mo Chhu (weiblichen Fluss) überragt,  erreichen Sie als erstes den riesigen Punakha Dzong, der durch seine beeindruckende Architektur jeden Besucher in seinen Bann zieht. Seine Innenhöfe bieten viele schöne Fotomotive und die riesige Gebetshalle wurde von den besten Künstlern des Landes gestaltet. Anschließend geht es etwas weiter hinter ins Tal, wo Sie eine herrliche Rundwanderung zum kleinen Bergdorf Chorten Nebu unternehmen. Das Dorf wird kaum von Touristen besucht, bietet aber einen herrlichen Ausblick auf die Berge in Richtung Laya. Vom großen Dorfkloster aus führt der Weg vorbei an der Dorfschule (unter der Woche kann man gerne mal reinschauen) und Bauernhäusern hinunter zum Bach. Von dort geht es dann wieder zur Fahrstraße zurück. 

Übernachtung in Wangdue Phodrang

 

Tag 04: Auf nach Bumthang

Hinter Wangdue Phodrang folgt die Straße erst dem Fluss und windet sich dann hinauf zum Pele La (3300 m), der mit Hochgebirgs-Bambus bedeckt ist. Der Pele La (La=Pass), zu dem früher der Gerichtsbezirk des Paro Penlop reichte, gilt traditionell als Grenze zwischen West und Zentralbhutan. Von den Einheimischen wird diese Gegend, die von Yak- und Schafhirten bewohnt wird, „Bjop der Schwarzen Berge“ genannt. Kleine malerische Ortschaften liegen neben der Straße. Nach einer Weile kommt der Chendebji Chorten in Sicht, eine in nepalischem Stil erbaute Stupa, die die Reisenden vor Dämonen beschützen soll, die hier in dieser Gegend einst hausten. Nach einer kleinen Erfrischungspause geht es weiter in Richtung Trongsa und vom Viewpoint aus können Sie bereits einen ersten Blick auf den mächtigen Trongsa Dzong werfen, der die Schlucht des Mangde Flusses überragt.

Es heißt aber noch ein Stück des Weges fahren, bis sie dort ankommen, denn erst am Ende der Schlucht gibt es eine kleine Brücke um hinüber zu gelangen. Vom Dzong aus kann man kilometerweit sehen und in früheren Zeiten konnte nichts der Wachsamkeit des dort stationieren Postens entgehen. Darüber hinaus ist der Dzong so gebaut, dass der Reisende gezwungen war, ihn zu passieren, gleichgültig aus welcher Richtung er kam.  Der Dzong ist der größte in ganz Bhutan und hat unzählige Innenhöfe und Korridore. Der Trongsa Penlop war früher der mächtigste Herrscher des Landes. Sein Sohn wurde damals der 1. König von Bhutan und auch der 3. König wurde in Trongsa geboren. Trongsa bedeutet soviel wie ‚neues Dorf‘ und besteht aus dicht zusammengebauten Häusern, die an den Hang gebaut wurden. Nach der Besichtigung des Dzongs und einem kleinen Spaziergang durch Trongsa heißt es noch mal über einen Pass und zwar den 3400 m hohen Yotong La, bis Sie schließlich ins erste der Täler von Bumthang, nach Chumey gelangen. Hier befindet sich Ihr schönes Resort am Waldrand, inmitten eines Pinienhains. Fahrzeit ca. 5 – 6 Std.

Übernachtung in Chumey

 

Tag 05: Ins Herzland des Buddhismus

Bumthang heißt „Ebene, die wie eine Bumpa (bauchige, sich nach oben verjüngende Weihwasservase) geformt ist“. Die religiöse Assoziation dieses Namens passt sehr gut zum Charakter dieser Gegend, da hier viele wichtige Klöster auf engsten Raum vereineint sind.  Der Distrikt Bumthang umfasst vier Täler – Chumey, Choekhor, Ura und Tang – die auf Höhen von 2600 – 4000 m liegen. Im Chumeytal werden vor allem Kartoffeln und Gemüse angebaut. Auch einige Imker haben sich hier niedergelassen. Anschließend kommen Sie nach Zugney, der Heimat vieler Weber. Diese weben Yatras (Rollen aus gemustertem Wollstoff) auf Pedalwebstühlen, die sie neben der Straße zum Kauf anbieten. Viele Frauen verdienen sich in Heimarbeit damit ein Zubrot. 2 km hinter Zugney kommt die Straße an Prakhar vorbei, einem malerischen Dorf, das auf einem Plateau über einer Flussbiegung liegt. Schließlich sehen Sie schon den Dzong des weißen Vogels, der über dem Choekhor-Tal thront. Zu Fuss erkunden Sie nun das Tal und besuchen dabei die wunderschönen Klöster von Jambay und Kurjey. In einem Bauernhaus werden Sie mit traditionellen Gerichten verwöhnt. Auch das landestypische Bogenschießen mit einem Bambusbogen können Sie hier mal ausprobieren und sehen, dass es gar nicht so einfach ist, das kleine Ziel in einiger Entfernung zu treffen.  Auch wenn jemand mal ein sogenannten „Hot-Stone-Bad“ probieren möchte - im Garten des Bauernhauses gibt es hierzu eine Gelegenheit. Den hier hergestellten Bumthang Käse kosten Sie natürlich ebenso. Auch ein selbst gebrautes Bier hat die Gegend zu bieten. Fahrzeit ca. 1 Std.

Übernachtung in Jakar in einer Farmlodge

 

Tag 6: Ausflug ins Tang-Tal

Durch lichtdurchfluteten Pinienwald geht es am Morgen in ca. 30 Minunten ins Tang-Tal. Wo der Tang Fluss die erste Hügelkette durchschneidet und eine schmale Schlucht bildet,  liegt die Pilgerstätte „Mebartsho“, was soviel bedeutet wie Flammender See. Ein Meer aus Gebetsfahnen umgibt diesen Ort und verleiht im einen besonderen Reiz. Eine Geschichte gibt‘s hierzu natürlich auch, die aber für westliche Ohren ziemlich fremdartig klingt. Ein Stück weiter des Weges gelangen Sie zum Romocen Lhakhang, der von einem Riesenfelsen überragt wird. Schon bald ist auf der linken Bachseite auf einer Kuppe Ugyenchoeling zu sehen, Ihr heutiges Ziel. Sie lassen Ihr Auto am Fluss zurück und wandern in ca. 1 Std. hinauf zu dem kleinen Dorf, das den Palast von Ugyenchoeling umgibt. Dabei können Sie sehr gut das dörfliche Leben beobachten, in einem Tal das noch seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat.

Das ehemalige Herrschaftshaus , das aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt,  beherbergt nun ein kleines intessantes Museum, das sich über mehrere Etagen im zentralen Turm, dem Utse, erstreckt und einen guten Einblick in das frühere Leben der hier wohnenden Adelsfamilie ermöglicht. Vielleicht haben Sie ja das Glück und „Ashi“, eine Nachfahrin der Adelsfamilie, ist selber da und heißt Sie willkommen. Nach einem kleinen Picknick geht es zurück zum Auto und auf derselben Strecke wieder nach Jakar. Fahrzeit ca. 4 Std.

Übernachtung in Jakar in einer Farmlodge

 

Tag 7: Weiter ins malerische Phobjikha-Tal

Sie verlassen Jakar und bewegen sich wieder gen Westen zurück nach Trongsa, wo Sie einen Stopp einlegen um das schöne Musum im Ta Dzong zu besichtigen, wo Sie viel über die Geschichte des Landes erfahren. Anschießend geht es wieder hinauf zum Pele La. Kurz danach zweigt die Straße ab ins malerische Phobjikha-Tal - ein wichtiges Naturreservat für die seltenen Schwarzhalskraniche, die hier die Wintermonate von November bis Februar verbringen. Die Tiere sind für die Talbewohner heilig und werden in Bildern, Teppichen und Schnitzereien dargestellt.  Auf einer schönen Wanderung durch das Tal erleben Sie die herrliche Natur und die kleinen schmucken Bauernhäuser, auf die die Bewohner so stolz sind. Fahrzeit ca. 4 Std.

Übernachtung in Gangtey

 

Tag 8: Die Hauptstadt erwartet Sie

Nachdem Sie noch kurz das große Nyigma Kloster besucht haben, das den kleinen Ort Gangtey überragt, geht es weiter nach Wangdue Phodrang und über den Dochu La wieder in Richtung Thimphu zurück. Von Weitem begrüßt Sie schon die riesige 52 m hohe goldene Buddha Statue, die die Stadt überragt und zu der Sie auch rauffahren werden. Nach einer kulinarischen Stärkung  gehts zum  Memorialchorten, der ständig von betenden Pilgern umkreist wird. Hier kann man gut beobachten, dass die Religion eine fundamentale Rolle im Leben der Bewohner darstellt.  3-mal sollten Sie die Stupa mindestens umrunden, um den Buddhas Ehre zu erweisen. Anschließend können Sie gerne auf eigene Faust durch die Geschäfte bummeln und das Angebot an Waren  und Souvenirs aller Art  begutachten. Fahrzeit ca. 4 Std.

Übernachtung in Thimphu

 

Tag 09: Eine Hauptstadt mit Charme

Nach einer hoffentlich ruhigen Nacht - denn die Hunde hier sind besonders nachts aktiv – geht‘s am Morgen bereits zum Buddha Point, denn dann ist das Licht besonders schön. Anschließend steht der Besuch einer Schule auf dem Programm, genannt Zorig Chuzom. Hier gibt‘s allerhand über die großartige Handwerkskunst der Bhutaner zu sehen und zu erfahren. Im nobleren Ortsteil Motithang wurde ein Freigehege angelegt, wo man die scheuen Takins beobachten kann, das Nationaltier Bhutans. Im Stadion können Sie noch die Profis beim Bogenschießen beobachten. In einem der mittlerweile zahlreichen Cafes kann man sich auch mal eine gute Tasse Kaffee genehmigen und dabei einfach nur etwas die Leute beobachten.

Übernachtung in Thimphu

 

Tag 10: Ein ursprüngliches Tal

Von Thimphu geht es am Morgen wieder zurück Richtung Chuzum, wo die Straße ins Haa-Tal abzweigt. Nach ca. 15 Minunten taucht linker Hand der Dobji Dzong auf, der früher als Gefängnis diente. Ein kleiner Spaziergang führt zu dem Gebäude, das markant auf einem Bergrücken steht. Entlang des Tales geht es dann vorbei an liebevoll bemalten Bauernhäusern und kleinen Ortschaften bis zum Hauptort Haa, der noch seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Nach dem Mittagessen unternehmen Sie eine erste Wanderung durch das idyllische Tal. Sie übernachten in einer gemütlichen Heritage Lodge, die inmitten eines kleinen Dorfes liegt.

Übernachtung in Haa

 

Tag 11: Das Tal von Ap Chundu

Das Haa-Tal ist gekennzeichnet durch seine drei heiligen Berge, die die Erleuchtungswesen Boddisattvas verkörpern. Ap Chhundu ist der lokale Schutzgott des Tales. Ihm zu Ehren findet jedes Jahr ein Festival statt und zahlreiche Geschichten ranken sich um seine Gestalt. Auf den Feldern werden Buchweizen und Gerste angebaut und einige Spezialitäten, wie z.B. Hoentoe gibt es nur hier. Auf Ihrer heutigen Wanderung geht es direkt vom Hotel aus zu einem gegenüberliegenden Kloster auf einem Berghang und weiter zu kleinen Dörfern wie Chenka Gom, Tsenka Wom und Langlo und entlang des Tales wieder zurück zur Lodge. Ihr local Guide erklärt Ihnen dabei die Besonderheiten der Region und seiner Bewohner und bringt Ihnen deren Lebensweise näher.

Übernachtung in Haa

 

Tag 12: Über den höchsten befahrbaren Pass Bhutans

Am Morgen geht hinauf auf den Chele La mit knapp 4000 m Höhe. Von dort aus starten Sie Ihre ca. 4-stündige Wanderung auf dem Kamm und im Anschluss hinunter zu einem Nonnenkloster (Kila Nunnery) , das sich unter eine Felswand schmiegt. Bei gutem Wetter hat man von hier aus einen herrlichen Blick auf das Bergmassiv von Jhomolhari und Jichu Drake, zwei der höchsten Berge Bhutans. Bei den Nonnen gibts dann noch eine Tasse Tee. Dann geht‘s hinunter nach Paro, wo Sie noch etwas durch den Ort bummeln können.

Übernachtung in Paro

 

Tag 13: Ein Pilgerort der seines Gleichen sucht

Als letztes Highlight der Reise erwartet Sie noch eine herrliche ca. 5-stündige Wanderung  zum Wahrzeichen des Landes, dem Taktshang Kloster. Dieses liegt spektakulär auf einem Felsvorsprung, der das Parottal überragt. Die Klosteranlage, auch Tigernest genannt, zählt zu den meist besuchten Pilgerorten im Himalayaraum, da hier zahlreiche große Meister des Buddhismus meditiert haben. Der Weg führt durch einen Wald mit Moosen und Farnen und ein großer Wasserfall kennzeichnet den Eingang zum heiligen Bezirk. Nach der Besichtigung des Klosters gönnen Sie sich in der etwas unterhalb liegenden Cafeteria noch eine kleine Pause, bevor Sie sich an den Abstieg machen. Den Rest des Tages können Sie sich noch im Hotel entspannen, bevor es wieder auf die anstrengende Heimreise geht.

Übernachtung in Paro

 

Tag 14: Tashi Delek und eine gute Heimreise

Am Morgen Fahrt zum Flughafen und dann heißt es Abschied nehmen von diesen liebenswerten Menschen und ihrem ganz besonderen Land.  Rückflug zum Zielort Ihrer Wahl.

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