Gruppenreise - Tanz der Dämonen

09. - 21.04.2017
13 Tage
max. 10 Teilnehmer

1. Tag - Auf den Schwingen des Drachen nach Bhutan

Erwartungsvoll besteigen Sie die Maschine der Drukair. Entlang des Himalayas und vorbei an den höchsten Bergen der Welt geht es ins kleine versteckte Königreich Bhutan. Von Ihrem Reiseleiter und Fahrer werden Sie herzlich begrüßt. Diese warten bereits am Ausgang des Flughafens auf Sie und werden das Gepäck gekonnt verstauen. Nach einer kurzen Erfrischung im Hotel starten Sie je nach Ankunftszeit bereits zu den ersten Besichtigungen wie dem quirlligen Sonntagsmarkt und dem schönen alten Kichu Lhakhang, der zu den ältesten Klöstern Bhutans zählt.

Übernachtung in Paro

2. Tag - Farbenspiel und Maskentanz

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Tshechus, das auf einem Tanzplatz in der Nähe des Dzongs stattfindet. Wunderschön gekleidete Frauen und herausgeputzte Männer in ihrer Nationaltracht, sowie herumtollende Kinder begleiten Sie auf Ihrem Weg hinauf zum Dzong, um dem Schauspiel der Masken und Tänze beizuwohnen. Clowns mit langen Nasen und roten Gesichtern unterhalten das Publikum mit ihren Späßen, während bunt gekleidete Tänzer sich zu ungewohnten, archaisch anmutenden Klängen im Kreis bewegen. Die Religion der Bhutaner ist auch eine Religion der Berge und es ist selbstverständlich, dass Berggötter und Dämonen auch während des Tsechus verehrt und im beschworen werden. Der heutige Tanz des Totengerichts ist einer der spektakulärsten auf dem Fest und zeigt den Weg der Seele nach dem Tod. Er basiert auf dem tibetischen Totenbuch. Am Nachmittag können Sie noch durch Paro bummeln und die ausgelassene Stimmung teilen.

Übernachtung in Paro

3. Tag - Die heilige Thangkha Zeremonie und das Taktshang Kloster

Den heiligen Thongdrol (riesiger Thangka, Leinwand mit religiösen Motiven) zu berühren, der bereits bei Sonnenaufgang entrollt wird, bedeutet für die Bhutaner einen Sündenerlass. Deshalb strömen von allen Seiten Leute herbei, um sich diese Möglichkeit nicht entgehen zu lassen. Befreit von alten Sünden geht es dann leichten Herzens in ca. 2 ½ Stunden hinauf zu einem der wohl beeindruckendsten Pilgerorte im Himalayaraum: dem mystischen Taktshang Kloster. Das auch als „Tigernest“ bekannte Kloster schmiegt sich wie eine Bienenwabe an die Felswand. Zahlreiche hohe Lamas sind bereits hierher gekommen um in der Abgeschiedenheit dieses Ortes zu meditieren, u.a. auch der Tantriker Padmasambhava (in Bhutan Guru Rinpoche genannt), der den Buddhismus nach Bhutan gebracht hat. Nach diesem beeindruckenden Tag geht's noch in ca. 1 ½ Std. weiter in die Hauptstadt Thimphu, wo Sie die Nacht verbringen.

Übernachtung in Thimphu

4. Tag - Zu Füßen des Buddha

Bei einem Bummel durch Thimphu werden Sie feststellen, dass hier in den letzten Jahren ein Bauboom ausgebrochen ist und die moderne Welt auch hier ihren Einzug hält. Trotz alledem beherrschen noch viele kleine Geschäfte das Stadtbild; ebenso einige religiöse Gebäude wie der etwas außerhalb liegende Trashi Chho Dzong. Mit seinen gewaltigen Mauern besticht er durch seine beeindruckende Architektur. Am Morgen des ersten vollen Tages in Thimphu geht´s hinauf zum riesigen goldenen Buddha, der auf einem Bergrücken über der Stadt liegt. Von hier kann man das ganze Tal überblicken. Ein wunderschönes Kloster im Sockel der Statue lädt zu einem kurzen Verweilen ein. Sie besuchen außerdem eine Schule für traditionelle Handwerkskünste, genannt Zorig Chuzum, wo Jugendliche Schnitzen, Malen, Sticken und das Herstellen von Statuen erlernen. Anschließend schauen Sie sich das Takin Freigehege an, wo man diese seltenen Tiere aus nächster Nähe beobachten kann. Bei einem Rundgang am Memorialchorten erlebt man die tiefe Religiosität der Menschen hier und ihre Hingabe an das Gebet. Ein kleiner Bummel auf eigene Faust, wo Sie eigene Eindrücke sammeln können, darf natürlich auch nicht fehlen. 

Übernachtung in Thimphu

5. Tag - Weiter ins Landesinnere

Entspannt können Sie sich am Vormittag zurücklehnen und die herrliche Landschaft an sich vorbeiziehen lassen, während Sie Ihr Fahrer hinauf zum Dochu La-Pass bringt. Hier bilden 108 Chorten und unzählige Gebetsfahnen eine schöne Szenerie und laden zu einem Rundgang ein. Bei klarem Wetter kann man von hier aus die Gipfel der schneebedeckten Siebentausender sehen, die die Grenze zu Tibet bilden. In zahlreichen Windungen geht es dann von der Passhöhe hinunter ins Tal von Wangdue Phodrang, durch das sich ein breiter Fluss schlängelt. Auf einem Hügel ist der kleine Tempel Chimi Lhakhang zu sehen, zu dem Sie eine gemütliche Wanderung unternehmen. Viele Kinder bekommen hier ihren Namen und auch Paare mit Kinderwunsch pilgern hierher um sich den Segen des großen buddhistischen Meisters Drukpa Kinley zu holen, dem das Kloster gewidmet ist. Zum Anschluss fahren Sie  noch hinauf zu einem Nonnenkloster (Sangchen Dorji Lhendrup), das sich auf einem Bergrücken erhebt.

Übernachtung in Wangdue Phodrang oder Punakha

6. Tag - Das bezaubernde Punakha-Tal

In Lobesa zweigt die Straße ab nach Punakha, wo wohl eines der beeindruckendsten Bauwerke Bhutans steht, der mächtige „Punthang Dechen Phodrang Dzong“, ein Bollwerk gegen die einfallenden Tibeter. Über eine schöne traditionelle Holzbrücke geht es hinüber zu dem riesigen Bauwerk, dessen Innenhöfe durch wunderschöne Schnitzereien und aufwendige Malereien bestechen. Ein Stück hinter dem Dzong spannt sich die längste Hängebrücke Bhutans über den Pho Chhu hinüber zu einem kleinen Dorf. Im hinteren Teil des Tales liegt der Khamsum Yuelly Namgyal Chorten, der über drei Etagen mit Figuren aus dem tantrischen Buddhismus geschmückt ist. Ein schöner Fußmarsch entlang von Reisfeldern führt hinauf zu dem Chorten, von dessen Dach man einen herrlichen Blick auf die Umgebung und die Berge genießen kann. Voller schöner Eindrücke kehren Sie am späten Nachmittag zurück ins Hotel in Wangdue Phodrang oder Punakha.

7. Tag - Das malerische Phobjikha-Tal

Hinter Wangdue schlängelt sich die Straße hoch über dem Fluss bis nach Chuzomsa und steigt dann an bis zum Pele La-Pass. Das Tal ist so eng, dass die Häuser und Felder auf den steilen Berghängen liegen und teilweise nur schwer zu erreichen sind. Kurz vor dem Pass zweigt die Straße ab ins Phobjikha-Tal, eines der wenigen Gletschertäler Bhutans und wichtiges Naturreservat für die Schwarzhalskraniche, die hier die Wintermonate (November bis Februar) verbringen und dann wieder zurück nach Tibet fliegen. Sie gelten für die Bewohner des Tales als heilig und werden streng geschützt. Das Tal gehört mit zu den schönsten Landschaften Bhutans und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Gangtey Kloster erhebt sich auf einem kleinen Hügel über dem Talboden und ist von einem kleinen Dorf umgeben. Sie starten Ihre Wanderung beim Kloster auf dem extra angelegten Nature Trail, der vorbei an Bauernhäusern und entlang der Hochmoore durchs Tal führt und können sich so selbst zu Fuß von der Schönheit dieser Gegend überzeugen.

Übernachtung in Gangtey

8. Tag - Weiter geht´s nach Bumthang

Vorbei an den kleinen malerischen Ortschaften Rukubji und Chendebji, wo Sie bei der großen Stupa im nepalischen Stil einen Stopp einlegen, geht es weiter nach Osten. Vereinzelt sind weidende Yaks zu sehen, die noch nicht auf ihren Hochweiden sind. Nach einigen Kilometern können Sie schon von weitem den riesigen Trongsa Dzong sehen, der sich über der Schlucht des Mangde Flusses erhebt. Die Straße wird teilweise sehr abschüssig und der Blick reicht weit in den Süden hinunter, wo der Zhemgang Distrikt liegt.

Nach dem Besuch des riesigen Dzongs geht es dann weiter hinauf zum Yotong La-Pass. Ab hier beginnt Zentral-Bhutan. Das Landschaftsbild ändert sich etwas und so weit das Auge reicht erstreckt sich nun dichter Nadelwald. Als erstes erreichen Sie das Chumey Valley in dem vor allem Kartoffeln angebaut werden. Hier gibt es auch viele Bienenzüchter. Das schöne Chumey Nature Resort am Waldrand bietet einen herrlichen Blick auf das weitläufige Tal mit seinen sanft abfallenden Hängen.

Übernachtung in Chumey

9. Tag - Das Herzstück des Buddhismus

Am Morgen kommen Sie nach Zugney, der Heimat vieler Weber. Diese weben auf Pedalwebstühlen Yatras (Rollen aus gemustertem Wollstoff), die sie neben der Straße zum Kauf anbieten. Ein bisschen schauen kann man ja, was es hier so alles gibt! 2 km hinter Zugney kommt die Straße an Prakhar vorbei, einem malerischen Dorf, das auf einem Plateau über einer Flußbiegung liegt. Es geht über einen kleinen Pass (Kiki La), der mit bunten Gebetsfahnen geschmückt ist und schließlich sehen Sie schon den Dzong des weißen Vogels, der über dem Choekhor-Tal thront. Den heutigen Tag verbringen Sie in dem malerischen Tal und spazieren dabei zu den wunderschönen Klöstern Jambay, Kurje und Tamshing. Außerdem besuchen Sie ein traditionelles Bauernhaus, wo Sie ein köstliches Essen aus Gerichten der Region bekommen, das die Hausherrin immer mit Liebe zubereitet. Ein Bummel durch den kleinen Ort Jakar darf natürlich auch nicht fehlen. Den hier hergestellten Käse sollte man unbedingt probieren. Der Schweizer Fritz Maurer hat ihn damals in Bhutan eingeführt. Mittlerweile sind noch andere Produkte wie z.B. das Red Panda Bier dazugekommen.

Übernachtung in Jakar

10. Tag - Ausflug ins Tang Valley

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren Sie durch herrlichen Pinienwald ein Stück in Richtung Osten, wo die Straße zu einer Schaffarm abzweigt, die von der australischen Entwicklungshilfe geschaffen wurde. Kurz dahinter steht zu Ehren von Guru Rinpoche ein schöner großer Chorten, von wo aus man einen herrlichen Blick hat. Der Chorten ist gefüllt mit wunderschönen Statuen und ebenfalls begehbar. Anschließend geht es zu Fuß vorbei an einer kleinen Grundschule (vielleicht bringen Sie ein paar Hefte und Stifte mit). Dem Schulweg der Kinder folgend gelangen Sie zu einem kleinen Dorf und einem großen Nonnenkloster. Außerdem machen Sie noch einen Abstecher zur Pilgerstätte „Membartsho“, die sich in einer Engstelle einer Schlucht befindet. Anschließend geht es zurück nach Jakar, wo Sie dem großen Kloster Lhodrakarchu noch einen Besuch abstatten, das etwas oberhalb des Stadtkerns liegt.

Übernachtung in Jakar

11. Tag - Ausflug ins Ura Valley

Der heutige Auflug flührt Sie ins bezaubernde Ura-Tal, das höchstgelegene Tal Bumthangs. Die Straße dorthin verläuft durch offene Landschaft und führt über einen kleinen Pass (Ura La 3600 m), der durch eine kleine Gebetsmauer gekennzeichnet ist. Ungefähr einen Kilometer von der Passhöhe entfernt hat man bei klarem Wetter einen herrlichen Blick auf den höchsten Berg Bhutans: den Gangkhar Puensum (7541 m). Seine schneebedeckten Gipfel  ragen markant in den Himmel. Charakteristisch für die Dörfer in Ura sind die für Bhutan ungewöhnlich nah beieinander stehenden Häuser. Ura bedeutet „Gehege von Ogyen/Guru Rinpoche“ und beruht auf dessen Besuch im Tal, das er von der Lepra-Krankheit befreite. Kurz hinter dem Pass unterbrechen Sie die Fahrt mit einer schönen ca. 1 ½ stündigen Wanderung hinunter ins große Dorf mit seinem beeindruckenden Kloster, das eine riesige Statue von Guru Rinpoche beherbergt. Am späten Nachmittag geht´s zurück nach Jakar und vielleicht haben Sie noch Lust, ein traditionelles Hot-Stone-Bad auszuprobieren. Der perfekte Ausklang für diesen Tag!

12. Tag - Zurück zum Ausgangspunkt der Reise

Auf bequemem Wege bringt Sie die Drukair heute in ca. 30 Minuten zurück nach Paro. Wer noch ein paar Mitbringsel braucht, kann diese in der Stadt erstehen. Außerdem geht´s noch hinauf zum Nationalmuseum, das nochmal einen Querschnitt der Kultur des Landes zeigt. Das komfortable Resort am Waldrand bietet einen würdigen Abschluss einer Reise, die man nicht so schnell vergessen wird.

Übernachtung in Paro

13. Tag - Abschied von Bhutan

Schweren Herzens nehmen Sie Abschied von dieser Idylle des beschaulichen Lebens und Ihre Reisebegleiter, die Ihnen bereits ans Herz gewachsen sind, bringen Sie zurück zum Flughafen, von wo aus Sie zum Zielort Ihrer Wahl zurückfliegen.

Tashi Delek und eine gute Heimreise.

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