Gruppenreise - Berggötter und Donnerdrachen

08. - 27.10.2017
20 Tage
max. 10 Teilnehmer

1. Tag - Auf den Schwingen des Drachen nach Bhutan

Spektakulärer Flug entlang der höchsten Berge der Welt ins kleine Königreich am Fuße des Himalayas. Langsam schwebt die Drukair ins das malerische Tal, unter sich  ein Mosaik aus Reisfeldern, die das kleine Städtchen Paro umgeben. Gekleidet in einem schmucken Gho erwarten uns Guide und Fahrer und verstauen erst einmal fachkundig das Gepäck. Nach einer kurzen Erfrischungspause im Hotel erkunden wir bereits die Sehenswürdigkeiten des Paro-Tals wie den Wochenmarkt, den mächtigen Rinpung Dzong und schauen beim Bogenschießen zu.

Übernachtung in Paro

2. Tag - In ein verwunschenes Tal

Nach einer erholsamen Nacht geht es auf einer 35 km langen Serpentinenstraße hinauf zum 3988 m hohen Chele La, dem höchsten befahrbaren Pass in Bhutan. Auf dem Weg zur Passhöhe erwartet uns bereits ein tolles Panorama von Jhomolhari und Jichu Drake, zwei der höchsten Berge Bhutans und Sitz der Berggötter. Rechter Hand schmiegt sich ein kleines Nonnenkloster (Kila Gompa) unter eine Felswand, zu dem wir auf dem Rückweg eine Tour von der Passhöhe unternehmen. Der Chele La gilt als Grenze zwischen dem Paro- und dem Haa-Tal und wird sogar manchmal noch für Luftbestattungen von Kindern genutzt.

Bevor wir den Talgrund erreichen, vertreten wir uns noch etwas die Füße auf dem neu angelegten Wanderweg. Dieser bringt uns ins kleine Städtchen Haa, wo wir lokale Spezialitäten kosten. Von dort geht´s dann weiter zu unserer gemütlichen Heritage Lodge, die von einem malerischen Dorf umgeben ist, das wir noch etwas erkunden.

Übernachtung in Haa

3. Tag - „Mythic Valley of the Guardian Spirit“

Das Haa-Tal ist gekennzeichnet durch seine drei heiligen Berge, die die Erleuchtungswesen Boddisattvas verkörpern. Ap Chhundu ist der lokale Schutzgott des Tales. Ihm zu Ehren findet jedes Jahr ein Festival statt, zahlreiche Geschichten ranken sich um seine Gestalt. Auf den Feldern werden Buchweizen und Gerste angebaut und einige Spezialitäten, wie z.B. Hoentoe (gefüllte Buchweizen-Klöße) werden wir sicherlich kosten. Auf unserer heutigen Wanderung geht es direkt vom Hotel aus zu einem gegenüberliegenden Kloster auf einem Berghang. Im Anschluss laufen wir weiter zu kleinen Dörfern wie Chenka Gom, Tsenka Wom und Langlo und entlang des Tales wieder zurück zur Lodge. Unser Guide erklärt uns dabei die Besonderheiten der Region und seiner Bewohner und bringt uns deren Lebensweise näher.

Übernachtung in Haa

4. Tag - Eine Höhenwanderung zur Akklimatisation

Am Morgen geht es wieder hinauf auf den Pass, von dort aus starten wir. Schon etwas an die Höhe gewöhnt, führt unsere ca. 4-stündige Wanderung über den Kamm hinunter zur Kila Nunnery (Nonnenkloster), die sich unter eine Felswand schmiegt. Anschließend geht es zurück nach Paro, wo wir im Hotel unsere Sachen für den Trek vorbereiten.

Übernachtung in Paro

5. Tag - Wanderung zum Taktshang Kloster und Trekkingstart in Sharna

Heute erwartet uns eines der Highlights der Reise, die wunderschöne Wanderung hinauf zum Taktshang Kloster, das sich in einer Höhe von 2950 Metern auf einem Felsvorsprung über dem Tal erhebt. Von unten kann man kaum den Weg erkennen, der hinüber zum Klosterkomplex führt. Die Legende, das Guru Rinpoche hierher „geflogen“ ist, erscheint nun nicht so abwegig. Mehrere Gebäude schmiegen sich an dem schwarzen Felsen und ragen ca. 800 m über dem Tal. Viele tibetische Heilige kamen hierher, um an diesem hoch spirituellen Ort zu meditieren, allen voran Milarepa bereits im 11. Jahrhundert. Auch hier gilt „der Weg ist das Ziel“ und die ca. 2 stündige Wanderung hinauf zum Kloster zählt mit zu den schönsten in ganz Bhutan. Gestärkt an diesem spirituellen Ort geht es zur Ruine des Drukyel Dzongs. Von dort folgen wir einer holprigen Straße weiter bis nach Sharna, den Ausgangspunkt unseres Treks, wo unsere Trekkingmannschaft bereits das Camp vor einem Wäldchen für uns vorbereitet hat.

6. Tag - Weiter nach Thangthankha

Durch einen Wald von Kiefern, Ahorn, Eichen und Rhododendren geht es weiter flussaufwärts durch den Jigme Dorji National Park vorbei an Chorten und über kleine Brücken. Ca. 2 Std. sind es bis zum Steinhaus Shing Karapa auf einer Lichtung (3100 m). Bald danach erreichen wir die Abzweigung zum Tremo La, dem alten Handelsweg zwischen Tibet und Bhutan. Schließlich kommen wir zu einer Lichtung namens Thongo Samba (3250 m). Etwa die halbe Strecke ist bereits geschafft. Nach einiger Zeit geht es über eine Brücke und man kommt zu einem alten Chorten. Von hier aus zweigt eine Route ab ins Soi Yaksa Valley. Heute können wir den ersten Blick auf Jhomolhari (7314 m) werfen, die Herrin der Götterberge und heiligster Berg des Landes. Die schneebedeckte Kuppel taucht plötzlich vor uns auf, wie aus dem Nichts. Das Lager errichten wir in Thangthangkha auf 3630 m.

Gehzeit ca. 7 - 8 Std./22 km/Aufstieg 685 m.

7. Tag - Jhomolhari Basecamp

Am Morgen zeigt sich uns Jhomolhari in all seiner Pracht. Vorbei an den ersten Yakherden, die friedlich auf den Wiesen am Fluss grasen, Mani-Mauern und vereinzelten kleinen Bauernhäusern geht es zum Fuße des Jhomolhari-Massivs, wo wir vor der Ruine eines verlassenen Forts das Lager aufschlagen. Yakzucht gehört zur Lebensgrundlage der hier ansässigen Bewohner. Aus Yakmilch werden außerdem Käse und Butter hergestellt. Steinerne Chorten umgeben das Lager und ein kleiner Bach durchquert den Lagerplatz in Jangothang auf 4040 m.

Gehzeit ca. 5 – 6 Std; Aufstieg 550 m, Abstieg 100 m.

8. Tag - Zu Füßen der Göttin Jhomo

Am Morgen können wir den Sonnenaufgang direkt von unserem Zelt aus genießen. Sie können diesen Tag entweder im Lager entspannen und akklimatisieren oder sollte der Bewegungsdrang noch nicht abgeklungen sein, zu einem hochgelegenen See bzw. zu einem der vorgelagerten Gipfel mit Blick auf Jhomolhari (7314m) und Jichu Drake (6989m) wandern.

9. Tag - Weiter nach Lingshi

Wir verlassen dieses herrliche Hochtal, überqueren den Paro Chhu und steigen auf zum ersten Pass – NyileLa mit 4890 m – wo uns Gebetsfahnen umflattern. Wir überschreiten die Baumgrenze und betreten ein in Ost-West-Richtung verlaufendes Gletschertal. Nachdem wir einige Zeit am Bergrücken entlang gewandert sind, können wir nach einem kurzen Anstieg einen ersten Blick auf Tserim Kang (6789m) und das vor uns liegende Lingshi werfen. Der Weg bergab führt durch einen Wald von Rhododendren und vorbei an der Gletscherzunge des Tserim Kang zum Fuße des Lingshi Dzongs, wo wir zwischen weidenden Yakherden im Ort Lingshi das Camp aufschlagen.

Gehzeit ca. 5 - 6 Std. Aufstieg 820 m, Abstieg 910 m.

10. Tag - Trekking nach Shashepasa

Heute steht ein anstrengender Trekkingtag bevor, deshalb starten wir früh. Vom kleinen Ort Lingshi, von wo aus früher ein reger Handel mit Tibet betrieben wurde,  geht’s weiter hoch auf 4140 m um das kleine Dorf Goyak zu erreichen, das spektakulär direkt unter einer steil aufragenden Felswand liegt. Diese Gegend ist bekannt für seine Heilpflanzen, die hier auf den Hängen wachsen.

Wir wandern vorbei am romantischen Tal von Chebisa, an dessen Ende ein Wasserfall liegt und überqueren noch den Gobul La (4440 m). In den Felsformationen oberhalb des Aufstiegsweges leben Herden von Blauschafen und Greifvögel nisten dort oben. Vom Pass steigen wir in ein Seitental mit dichtem Rhododendronwald bis zu einem Gebirgsbach ab, dann geht es erneut aufwärts zu einem Kamm (4120 m). Über einen schwierigen, teils nassen Weg durch Hochwald steigen wir zu unserem Lagerplatz Shakshepasa auf 3980 m ab.   

Gehzeit ca. 8 Std. Aufstieg 710 m, Abstieg 600 m.

11. Tag - Trekking nach Robluthang

Am Bergrücken entlang wandernd sehen wir dann in der Ferne bereits die schneebedeckten Gipfel des Gangchhenta aufsteigen, aber vorher müssen wir noch den Jhari La (4747m) überqueren, um ins liebliche Tal von Tsheri Jathang zu gelangen. Auch hier weiden Yaks und im Sommer sind hier die scheuen Takins beobachtbar.

Über einfache Balken, die als Brücke dienen, gelangen wir über den mehrarmigen Fluss. Ein steiler Hang trennt uns noch von einem idyllischen Plateau, auf dem sich unser einsamer Lagerplatz Robluthang (4170 m) befindet.

Gehzeit ca. 6 -7 Std. Aufstieg 1.010 m, Abstieg 840 m.

12. Tag - Im Schatten des „Tiger-Mountain“

Ein langer und anstrengender Tag liegt vor uns. Wir verlassen deshalb schon früh das Lager, steigen zunächst einen etwas sumpfigen, später in Serpentinen aufwärts führenden Pfad bis etwa 4400 m auf. Hier gelangen wir in ein großes Gletschertal und sehen bereits den letzten und höchsten Pass, den Sinche La (5005 m) vor uns. Wir überqueren ihn. Von hier aus können wir einen fantastischen Blick auf die umliegende Bergwelt genießen. Nördlich von uns erhebt sich das markante Massiv des Gangchhenta (6840 m) auch „Tigermountain“ genannt. Der Abstieg führt vorbei an Wasserfällen und den Ausläufern eines Gletschers hinunter zum Fluss, wo wir auf einer herrlichen Wiese zwischen Zedernwäldern und eingerahmt von hoch aufragenden Gipfeln unser Nachtlager in Limithang beziehen (4140 m).

Gehzeit ca. 7 -8 Std. Aufstieg 910 m, Abstieg 930 m.

13. Tag - Wo die Layaps zuhause sind

Unser heutiges Etappenziel heißt Laya. Ein idyllischer Ort auf einem Hochplateau (3770 m) gelegen, wo die Frauen spezielle Trachten aus Yakwolle tragen. Ihre Hüte, die aus Bambus geflochten sind, werden von bunten Perlensträngen gehalten. Den Kango Chhu passieren wir kurz nach dem Lager, dann folgen einige kleine Seitenbäche in einem Zedernwald. Auf einem gemächlichen Pfad durch Tannenwälder, der sich nach Laya hinauf windet, erreichen wir schließlich gegen Mittag unser heutiges Camp. Wir beziehen unser Zelt,  genießen die warme Sonne und den herrlichen Ausblick. Zeit, den Tag Revue passieren zu lassen.

Gehzeit ca. 5 Std. Aufstieg 280 m, Abstieg 600 m.

14. Tag - Halt in Laya

Heute können wir uns entspannen und die Seele baumeln lassen. Bei einem Rundgang durch das Dorf gibt es unzählige schöne Fotomotive. Laya hat zwei kleine Gompas und eine Schule – besonders die Kinder sind immer gerne für Fotos zu haben. Frauen waschen Wäsche am Brunnen und die Männer sind mit der Feldarbeit beschäftigt. Die Hunde des Dorfes bellen aufgeregt über unseren Besuch und versuchen eventuell einen Keks zu erhaschen. Um auch einen Blick auf den Masagang (7194 m) werfen zu können, müssen wir etwas den Hang hochklettern, denn von Laya aus sieht man nur den 7000m hohen Tsenda Gang. Masagang ist der heilige Berg des Masang Clans, der aus Tibet hierher kam und diese Gegend bevölkerte. Der Berg wurde nur einmal bestiegen und zwar 1985 von einer Japanischen Expedition. Derzeit sind keine Besteigungen mehr erlaubt. 

15. Tag - Ein weiteres Dorf Lungo

Wir verlassen Laya und machen uns auf zum nächsten Ziel. Erst geht es gemächlich ca. 40 Minuten entlang des Bergrückens. An einem kleinen Pass biegt der Weg nach links ab. Das gewaltige Massiv des Tsenda Gang mit seinen schneebedeckten Summits liegt wie zum Greifen nahe. In ca. 1 ½ Std. geht es nun bergab zur Brücke, die den Fluss Zamto Nangi überspannt. Von dort steigt der Pfad an hinauf nach Lungo. Der Ort hat sich in den letzten Jahren stark vergrößert, viele neue Häuser sind entstanden, die vom Wohlstand der hier ansässigen Bewohner zeugen. Diesen haben sie hauptsächlich dem Sammeln von Cordyseps, einer teuren Heilpflanze, zu verdanken. Am Ende des Tales erheben sich mehrere markante Bergspitzen (ohne Namen) die über 6000 m in den Himmel ragen. Sie bilden die Grenze zu Tibet. Auf einem herrlichen Höhenweg verlassen wir Lungo und tauchen in einen Mischwald ein, dessen Pfad uns hinunter zum Armeeposten in Take Makhar bringt (3480 m). In dessen Nähe schlagen wir unser heutiges Camp auf.

Gehzeit ca. 7 Std., Anstieg 570 m, Abstieg 320 m.

16. Tag - Trekking nach Gasa

Durch den herrlichen Nationalpark geht es heute in einer Schlucht am Ufer des Mo Chhu entlang nach Koina, wo sich ein einfaches Steinhaus befindet, das vor dem Bau der Straße als Camp diente. Wir überqueren nochmals einen Seitenfluss und dann folgt ein steiler Anstieg von ca. 1 ½ Std. bis wir die einfache Forststraße erreichen. Ein Fahrzeug wartet auf uns, das uns nach Gasa mit seinem hoch aufragenden Dzong bringt, der vor der grandiosen Bergkulisse des Kang Bum (6500 m) liegt. Hier schlagen wir das letzte Lager auf.

Gehzeit ca. 7 ½  Std.

17. Tag - Abschied von den Bergen

Wir verabschieden uns schweren Herzens von der Trekking Crew, die sich liebevoll um uns gekümmert hat. Ca. 3 ½ Std. brauchen wir dann auf einer holprigen Straße hinunter ins idyllische Punakha-Tal.

Ein letzter Blick geht zurück zu den schneebedeckten Gipfeln, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben und uns bewusst machen, warum die Berge für die Bhutanesen heilig sind. Wir fahren ins Hotel und dann wird erstmal ausgiebig geduscht. Am Nachmittag besuchen wir noch den imposanten Punakha Dzong, der auf einer Landzunge liegt, die von zwei Flüssen umgeben ist. Eine schöne Holzbrücke führt hinüber zu den gewaltigen Mauern des Bauwerks. Die riesige Gebetshalle wurde von den besten Künstlern des Landes gestaltet. 

Übernachtung in Punakha

18. Tag - Zu Füßen des Buddha

Nach einer bequemen Nacht im Hotelbett geht es hinauf zum Dochu La-Pass, von wo aus wir nochmal einen Blick zu den Bergen genießen können, an denen wir während des Treks vorbeigekommen sind. Nach einem Rundgang bei den 108 Chorten auf der Passhöhe geht es hinunter in die Hauptstadt Thimphu, wo wir uns noch ein paar interessante Sehenswürdigkeiten wie z.B. den Memorialchorten, eine Schule fuer traditionelle Handwerkskünste und die seltenen Takis anschauen.

Übernachtung in Thimphu

19. Tag - Letzter Tag in Bhutan

Den Vormittag verbringen wir noch damit, etwas auf eigene Faust durch die Stadt zu bummeln und eventuell noch ein paar Souvenirs zu kaufen. Außerdem fahren wir noch hinauf zur riesigen Buddha Statue über der Stadt, die einen herrlichen Ausblick ermöglicht, bevor es dann am Nachmittag nach Paro zurückgeht. Hier lassen wir den letzten Tag noch gemütlich ausklingen.

Übernachtung in Paro

20. Tag - Abschied von Bhutan

Wir werden mit einer Menge Erinnerungen im Gepäck zum Flughafen gefahren und treten mit einem lachenden und einem weinenden Auge den Rückflug an.

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